Badsanierung

Ablauf, Dauer, Kosten – Womit müssen Sie rechnen?

23.01.2023  |  Ina Schulz  |  Lesedauer: 15 Minuten

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Badsanierung

Ablauf, Dauer, Kosten – Womit müssen Sie bei der Badsanierung rechnen?

25.01.2023  |  Ina Schulz  |  Lesedauer: 15 Minuten

Badsanierung

Das Wichtigste zur Badsanierung in Kürze

Wird es Zeit für eine Badsanierung? Mehr als ein Viertel der deutschen Bäder sind mindestens 25 Jahre alt und entsprechen kaum noch aktuellen Standards. Dabei möchte man sich in diesem Raum doch besonders wohlfühlen. Schließlich beginnt und endet hier für die meisten Menschen der Tag.

Eine gut geplante Badsanierung ebnet den Weg zu Ihrem Traumbad. Erfahren Sie, worauf es bei dem Badumbau ankommt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten. Die Sanierung von Bädern ist mit einem größeren Aufwand verbunden. Schließlich müssen die alten Fliesen abgeschlagen und manchmal sogar neue Rohre verlegt werden. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld über die Badsanierung zu informieren.

  • Eine Badsanierung ist aufwendig und zeitintensiv, da viele Gewerke zusammenarbeiten.
  • Eine Badsanierung kostet ca. 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter.
  • Schlagen Sie alte Fliesen selbst ab, um Kosten einzusparen.
  • Fördermöglichkeiten gibt es, wenn das Bad barrierefrei umgebaut wird.
  • Durchschnittlich fallen mindestens 12 Werktage für die Arbeiten an.

Was bedeutet Badsanierung?

Eine Badsanierung ist eines der umfangreichsten Bauvorhaben bei der Wohnungssanierung und auch eines der teuersten. Denn es kommen verschiedene Gewerke wie Sanitär, Elektrik, Fliesenleger und ggf. noch Heizungsmonteure zum Einsatz. Außerdem gibt es in Bädern viele Materialien wie Fliesen, Sanitärobjekte und Armaturen zu bedenken.

Doch was ist eigentlich gemeint, wenn man von einer Badsanierung oder dem Badumbau spricht? Kommt ein Bad in die Jahre oder wünscht man sich ein modernes Bad oder mehr Komfort, wird dafür oft das gesamte Bad entkernt. Denn normalerweise sind alle wichtigen Einrichtungsgegenstände sowie die Fliesen fest mit Wänden und Boden verbunden.

Sanitärobjekte, wie Waschbecken oder WC, können in den meisten Fällen unkompliziert ausgewechselt werden. Doch vor allem die Fliesen beeinflussen das Erscheinungsbild eines Bades sehr stark. Erkennt man an ihnen doch schnell, aus welchem Jahrzehnt das Bad stammt. Zudem war es früher weit verbreitet, das komplette Bad zu fliesen, was zu einem einengenden Gesamteindruck führt, insbesondere bei farbigen oder dunklen Fliesen. Heutzutage fliest man hingegen oft nur halbhoch und manche Bereiche weit weg von Wasserhähnen teils gar nicht mehr.

Bei einem Badumbau wird das bestehende Badezimmer daher komplett auseinandergenommen. Alle Sanitärobjekte werden demontiert und die Fliesen abgeschlagen. Wer sparsam saniert oder großen Zeitdruck hat, kann die neuen Fliesen auch auf den alten anbringen. Dadurch entstehen allerdings Vorsprünge an den Wänden und der Boden wird aufgrund des Aufbaus angehoben. Dabei ist die Höhe der Türen entscheidend, damit diese nicht über den neuen Boden schleifen. Daher empfiehlt sich für die Verwirklichung vom Traumbad die Entfernung aller Altlasten.

Was kostet eine Badsanierung?

Die Kosten für eine Badsanierung hängen von zwei zentralen Faktoren ab: den Materialkosten und den Arbeitskosten. Von den gesamten Sanierungskosten ist das Bad dabei das teuerste Gewerk.

Die Arbeitskosten betragen in der Regel rund 60 Prozent der gesamten Sanierungskosten, während auf das Material rund 40 Prozent entfallen. Allgemein berechnen sich die Kosten für die Badsanierung pro Quadratmeter. Dabei handelt es sich jedoch immer um Orientierungswerte. Wie hoch die Kosten letztlich ausfallen, hängt von der Größe des Bades, dem Umfang der Arbeiten, den Materialien (Armaturen, Keramik, Rohrsysteme, Elektrik, Heizung etc.) sowie dem Arbeitsaufwand ab.

Demnach können die Kosten der Badsanierung pro Quadratmeter zwischen rund 1.500 und 3.500 Euro variieren. Bei der Sanierung eines acht Quadratmeter großen Badezimmers liegen die Kosten je nach Ausstattung und Qualität dementsprechend zwischen 12.000 und 28.000 Euro.

Wie verteilen sich die Kosten bei der Badsanierung?

Arbeitskosten

An einer Badsanierung sind meist mehrere Gewerke beteiligt. Neben dem Fliesenleger sind Maler, Elektriker sowie Installateure im Einsatz. Sie können dabei mit Stundensätzen zwischen 40 und 60 Euro rechnen. Als Faustregel gilt: Für die Sanierung eines einfach ausgestatteten Badezimmers mit acht Quadratmetern Fläche werden rund 100 Arbeitsstunden benötigt. Das entspricht einem Arbeitslohn von 4.000 bis 6.000 Euro.

Die Kosten für das Abschlagen und Entsorgen der alten Fliesen können Sie zusätzlich mit rund 300 Euro pro Quadratmeter veranschlagen. Für das acht Quadratmeter große Bad kämen dann noch einmal rund 2.400 Euro an Arbeitskosten für die Vorbereitung hinzu.

Materialkosten

Kosten für die Fliesen

Badfliesen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Je nach Qualität und Beschaffenheit kostet der Boden- und Wandbelag 20 bis 70 Euro pro Quadratmeter. Besonders exklusive Mosaikfliesen können auch über 100 Euro pro Quadratmeter kosten. Naturstein wie Schiefer oder Granit schlagen mit gut 100 bis 200 Euro zu Buche. Marmor kann sogar mehrere Hundert Euro pro Quadratmeter kosten.

Für unser acht Quadratmeter großes „Beispielbad“ lägen die Kosten für hochwertige Fliesen demnach zwischen 160 und 560 Euro. In der Praxis kauft man jedoch etwas mehr Fliesen, da es bei der Bearbeitung und beim Fliesenschnitt zu Verschnitt und gelegentlich zu Brüchen kommt.

Kosten für Toilette und Spülkasten

Einfache Bodentoiletten kosten zwischen 50 und 100 Euro. Für eine wandhängende Toilette können Sie mit Preisen von 100 bis 200 Euro rechnen. No-Name-Produkte sind dabei günstiger als die hochwertige Keramik der Top-Markenhersteller.

Auch beim Spülkasten sind verschiedene Optionen möglich. Während es einfache Spülkästen aus Kunststoff schon für weniger als 30 Euro gibt, kosten Keramikmodelle rund 150 bis 200 Euro. Bei einem in der Wand verspachtelten Spülkasten sollten Sie mit einem Preis ab 150 Euro rechnen. Insgesamt summieren sich die Kosten für eine Wandtoilette mit Unterputz-Spülsystem so auf 1.500 bis 3.000 Euro.

Kosten für Waschbecken und Dusche

Günstige Waschbecken starten bereits bei knapp 20 Euro. Hochwertige Markenwaschbecken aus beschichteter Keramik kosten hingegen ab 70 Euro. Exklusive Becken aus Marmor oder anderen Materialien starten jedoch erst ab 200 Euro. Doppelwaschbecken sind nochmal teurer und beginnen bei rund 400 Euro.

Während simple Duschtassen weniger als 100 Euro kosten, starten tiefere Duschwannen bei 200 Euro. Für die Duschkabine kommen dann noch mindestens 150 Euro dazu. Eine echte Luxusdusche mit bodengleichem Einstieg, mehreren Duschköpfen und smarter LED-Technik für ein extravagantes Duscherlebnis kostet zwischen 3.000 bis 5.000 Euro.

Wichtig: Bei einer barrierefreien Dusche im Rahmen einer Badsanierung können die Kosten allerdings deutlich höher liegen. Das ist dann der Fall, wenn ein Wandablauf eingebaut werden muss oder der Boden für den Abfluss der ebenerdigen Dusche aufgestemmt werden muss.

Kosten für Badewannen

Eine Standard-Badewanne mit 170 Zentimetern Länge und 75 Zentimetern Breite beginnt bei rund 100 Euro. Eine einfache Eckbadewanne startet bei rund 300 Euro. Teurer wird es bei einer freistehenden Wanne.

Je nach Konstruktion benötigt man zusätzlich zur Wanne ggf. einen Träger, in welchen die Badewanne eingesetzt wird. Dieser Träger muss verfließt und verputzt werden, wodurch sich die Kosten für die Badewanne nochmals erhöhen. Bei hochwertigen Keramikbecken von Markenherstellern sind auch schnell vierstellige Summen möglich. Der komplette Einbau einer Standard-Badewanne aus einer Hand kostet allerdings um die 1.000 Euro.

Kosten für Armaturen

Badarmaturen variieren sehr stark im Preis. Daher fallen die Kosten für eine Regenwalddusche deutlich teurer aus als für eine einfache Wasserhahn-Armatur. Die einfachsten Standard-Wasserhähne gibt es schon ab 15 Euro. Aufwändige Luxus-Armaturen können hingegen schnell mehrere hundert Euro pro Stück kosten.

Zu diesen Posten kommen noch Materialkosten für Verbrauchsmaterial wie Kleber, Wasserrohre, Stromkabel, Mörtel, Farbe oder Silikon. Je nach Größe des Bads und des Sanierungsumfangs können Sie für die Materialien nochmals rund 1.000 Euro veranschlagen.

Weitere Kosten der Badsanierung

Mit Waschbecken, Toilette und Badewanne bzw. Dusche ist es allerdings noch nicht getan. Für das vollständig ausgestattete Bad fehlen noch Badmöbel wie ein Waschtisch oder ein Handtuchhalter. Des Weiteren sorgt eine Heizung als Handtuchtrockner neben wohliger Wärme auch für optimal genutzten Platz.

Und was ist ein Bad ohne Beleuchtung? Bedenken Sie bei der Planung der Leuchten die verschiedenen Einsatzorte im Bad. Allgemein empfiehlt sich für das Badezimmer helles Tageslicht, das man ab dem Abend mit einer entsprechenden Deckenleuchte unterstützen kann. Am Spiegel sorgt ein Licht für den Durchblick beim Schminken oder Rasieren. Außerdem bringt ein Dimmer eine angenehme Stimmung für das Schaumbad.

Für Heizkörper, Leuchten und weitere Möbel sollten Sie daher nochmals 3.000 bis 5.000 Euro einplanen. Natürlich sind der Fantasie und der Qualität dabei keine Grenzen gesetzt. Für das kleine Budget gibt es auch immer ansprechende Lösungen.

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Welche Markenhersteller für Badprodukte gibt es?

Im Folgenden stellen wir Ihnen die zehn größten und beliebtesten Markenhersteller für die Badeinrichtung vor. Dabei handelt es sich um deutsche oder europäische Traditionsbetriebe, die teilweise schon seit mehreren Jahrhunderten in Familienhand sind.

Markenhersteller
Produktpalette
Gründung
Besonderheiten

Duravit

 

  • Duschen & Wannen
  • Sanitärkeramik
  • Armaturen
  • Badmöbel
  • etc.
1817 im baden-württembergischen Hornberg zur Produktion von Steingutgeschirr gegründet. Mittlerweile in 6. Generation in Familienbesitz.Betriebsstätten in Deutschland, Frankreich, Ägypten, China, Tunesien und Indien.

Eine der besten Marken für Badkeramik, die für zeitloses Design und hohe Qualität steht. Entwickelten in den 1960er Jahren das wandhängende WC, später die spülrandlose Toilette.

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

Geberit

  • Sanitärsysteme
  • Rohrleitungssysteme
  • Sanitärkeramik
  • Badmöbel
  • etc.

 

1874 in der Schweiz gegründet, ist das Unternehmen seit 1997 nicht mehr im Familienbesitz.Geberit ist in weltweit über 50 Ländern aktiv und mit 29 Produktionswerken europäischer Marktführer für Sanitärprodukte.

Highlight der Marke ist das Geberit AquaClean Dusch-WC.

Von günstigen Preisen bis zu gehobenen.

Hansgrohe

  • Armaturen
  • Installationstechnik
1901 von Hans Grohe im Schwarzwald gegründet. Noch heute zu Teilen im Familienbesitz.Sechs Produktionswerke in Deutschland und weitere in Frankreich, China und den USA.

Die Marke steht für hochwertige Materialien und eine große Auswahl sowie einen sparsamen Wasserverbrauch.

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

Grohe

  • Armaturen für Bad und Küche
  • Badkeramik
  • Smart Home
1936 von Friedrich Grohe, dem Sohn von Hans Grohe, gegründet.

Ab 1998 von verschiedenen Finanzinvestoren verwaltet. Seit 2014 ist die japanische Lixil Group Hauptanteilseigner.

Drei Produktionsstandorte in Deutschland sowie je ein Werk in Thailand und Portugal.

Überzeugt mit hoher Qualität und vielen Funktionen.

Von günstigen Preisen bis zu gehobenen.

KALDEWEI

 

  • Badewannen
  • Duschflächen
  • Waschbecken
1918 von Franz Kaldewei in Ahlen gegründet. Der Familienbetrieb ist in der 4. Generation.KALDEWEI ist auf die Produktion von hochwertigen Badlösungen aus Stahl-Emaille spezialisiert. In diesem Bereich sind sie weltweit führend.

Produktion in Deutschland. Ist mit zwölf Niederlassungen in über 80 Ländern aktiv.

Die innovativen und nachhaltigen Designs entstehen in Zusammenarbeit mit renommierten Designbüros. 1957 produzierten sie die erste  „nahtlose“ Badewanne. KALDEWEI ist unter den Top 50 der deutschen Luxusmarken.

Luxussegment, daher hochpreisig.

Keramag

  • Badkeramik
  • Armaturen
  • Badmöbel
  • etc.
1903 von den englischen Unternehmern Thomas W. Twyford und Alfred Johnson gegründet. Seit 1918 unter dem Namen Keramag Keramische Werke GmbH

Seit 2015 gehört Keramag zur Geberit-Gruppe. Auch wenn die Marke noch einen hohen Bekanntheitsgrad hat, wurde 2019 der Vertrieb der Produkte unter dem Namen Keramag eingestellt.

Keramag war für seine große Vielfalt und Kombinierbarkeit der Produkte bekannt.

Statement von Geberit: “Die verlässliche Technik hinter der Wand wird ergänzt mit formvollendeter Badausstattung.”

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

Laufen

  • Sanitärkeramik
  • Badewannen
  • Badmöbel
Seit 1892 ein schweizer Hersteller für Sanitärtechnik, Badmöbel und Komplett-Bäder. Gehört mittlerweile zur Roca-Gruppe.Produktionsstätten in der Schweiz, Österreich, der Tschechische Republik und Polen. Vertriebsniederlassungen in über 44 Ländern.

Steht für ein modernes und innovatives Design mit hochwertiger Optik und edlen Materialien. Die Produkte verfügen über spezielle Formen und viele Funktionen.

Premiumsegment mit gehobenen Preisen.

Roca

  • Sanitärkeramik
  • Armaturen
  • Badewannen und Duschen
  • Bad- und Küchenmöbel
  • etc.
1917 von den Geschwisters Àngela, Matías, Martí und Josep Roca i Soler als Nachfolger der Fabrik für Heizkörper des Großvaters gegründet. Seit 1836 Produktion von Sanitärporzellan.
Seit 1954 Herstellung von Armaturen.
Produktionsstätten in 84 und Vertriebsniederlassungen in 170 Ländern.

Arbeitet mit renommierten Architekten und Designern zusammen.

Mit der We Are Water Foundation seit 2010 auch mit sozialen Projekten aktiv.

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

Villeroy & Boch

 

  • Sanitärkeramik
  • Dusch- und Badewannen
  • Whirpools
  • Badmöbel
  • Fliesen
  • aber auch Küchenartikel wie Geschirr
1748 begann François Boch mit der Herstellung von Keramikwaren. 1791 gründete Nicolas Villeroy in Wallerfangen eine Steingutfabrik. 1836 schlossen sich die Unternehmer mit ihren drei Werken zu „Villeroy und Boch” zusammen.

Noch heute ist das Unternehmen größtenteils in den Händen der Gründerfamilien.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im Saarland. Produktionsstätten gibt es in 14 Ländern.

Mission: “Innovation und Stil, die das Leben der Menschen bereichern.”

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

VitrA

  • Sanitärkeramik
  • Dusch- und Badewannen
  • Armaturen
  • Badmöbel
  • Fliesen
  • etc.
1942 in der Türkei gegründet.VitrA ist ein Global Player, der komplette Bäder gestaltet.

Die Kultur des luxuriösen, geselligen türkischen Hammam liefert die Inspiration, aus der täglichen Hygiene ein angenehmes Erlebnis zu machen.

Mittleres bis gehobenes Preissegment.

Welche Anbieter für Badprodukte gibt es noch?

Neben den Herstellern für Komplettbäder gibt es auch noch Spezialisten, z.B. im Bereich Heizung oder Fliesen. Die Firmen Buderus und Junkers, die beide zur Firma Bosch Thermotechnik gehören, sind auf Gas- und Ölheizungen, Solar und Wärmepumpen spezialisiert. Beide verbindet eine lange Unternehmenshistorie. Die Gründung des Familienbetriebs Buderus geht auf das Jahr 1731 zurück. Die längste Zeit hat die Familie diverse Eisenhütten zur Eisenverarbeitung betrieben. Junkers gibt es seit 1895. Junkers ist marktführend im Bereich der Gasheizungen. Buderus steht hingegen bis heute für Innovationen und die Nutzung regenerativer Energien.

Auch das schwedische Einrichtungshaus IKEA ist mittlerweile sehr breit aufgestellt. Ein komplettes Bad kann man hier noch nicht planen, aber es gibt einige Produktlinien, die Waschbecken, Armaturen und Badmöbel beinhalten. So kann man sich vergleichsweise günstig ein modernes Bad gestalteten. Allerdings ist die Produktpalette insgesamt eher überschaubar.

Deutsche Fliesenhersteller organisieren sich in der Qualitätsinitiative “Deutsche Fliese“. Bekannte Unternehmen wie die Norddeutsche Steingut AG, heute als Grohn firmierend, oder Villereroy & Boch sind Mitglieder.

Was ist eine Badausstellung?

Eine Badausstellung ist eine Art Show-Room, in dem sanitäre Einrichtungsgegenstände sowie Wand- und Bodenmaterialien, wie Fliesen, potenziellen Kunden vorgeführt werden. Dabei werden entsprechend der aktuellen Trends komplette Bäder auf der Ausstellungsfläche präsentiert. Auf diese Weise nutzen Hersteller und Verkäufer die Badausstellung, um die verschiedenen Produktlinien besser vorführen zu können.

Für Interessierte bietet eine Badausstellung den großen Vorteil, die Badprodukte fertig verbaut zu sehen und Materialien näher begutachten zu können. So bekommen Sie einen besseren Eindruck von den tatsächlichen Dimensionen und der Wirkung in der Realität. Dies ist wichtig, um ein Bad realistisch planen zu können. Verschiedene Produkte und Möbel können so direkt miteinander verglichen werden.

Ein weiterer Vorteil der Badausstellung ist die kompetente Beratung vor Ort. Die Mitarbeiter sind allesamt Profis für die Badplanung und können wichtige Hinweise und passende Alternativen geben. In den meisten Fällen können Sie während der Beratung Ihr neues Bad im Rahmen einer 3D-Planung erstellen. Die digitale Planung mit Bewegungsfreiheit in Ihrem virtuellen Bad ermöglicht Ihnen eine passgenaue Darstellung aller Einrichtungsgegenstände.

Badezimmerausstattung in dunklen Farben

Welche Förderungen gibt es für die Badsanierung?

Eine Badsanierung ist mit hohen Kosten verbunden. Doch es gibt auch weiterhin Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Hier gibt es jedoch wichtige Einschränkungen. Nicht jeder Badumbau wird gefördert. Eine traumhafte Wohlfühloase ist nicht im Sinne des Gesetzgebers. Wer seine Sanitäranlagen hingegen vorrangig barrierefrei umbaut, kann von einer Förderung profitieren. Das Alter der Antragsstellenden spielt dabei keine Rolle. Sie können also frühzeitig von einer ebenerdigen Dusche profitieren. Pro Vorhaben ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich.

Förderfähig sind Umbaumaßnahmen von:
  • Mietern, wenn der Vermieter zugestimmt hat
  • Private Wohnungseigentümer
  • Private Hauseigentümer bei Häusern mit max. zwei Wohneinheiten

Eigentümer können so auch ihre vermieteten Objekte instandsetzen und altersgerecht modernisieren.

Welche Umbaumaßnahmen im Bad werden gefördert?

  • Raumanpassungen für mehr Platz im altersgerechten Bad
  • Anbringen von Stützen und Halteelemente
  • Einbau von begehbaren, ebenerdigen Duschen
  • Rollstuhlgerechte Badkeramik, wie Waschbecken und Toilette
  • Modernisierung von Bedienelementen

Mehr zum Thema Finanzierungen und Förderungen erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema.

Wichtig: Den Antrag auf die Förderung müssen Sie vor Baubeginn stellen und die Arbeiten müssen von einem Fachbetrieb gemäß aller Anforderungen der DIN 18040-2 durchgeführt werden.

Badsanierung selbst machen oder alles aus einer Hand?

Wer eine Badsanierung plant, denkt zwangsläufig auch an die teils hohen Kosten. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Preissteigerungen müssen viele Bauherren umplanen und entweder selbst anpacken oder bei den Materialien sparen. Im Folgenden geht es daher um Einsparungsmöglichkeiten bei der Badsanierung. Oft kommt es auf Präzision und Qualität an. Daher sollten Sie sich insbesondere bei Eigenleistungen immer fragen, ob Ihre Fachkenntnisse ausreichen.

1. Abriss selbst übernehmen

Beim Abriss können Sie einiges an Geld sparen. Denn hier fallen bei einer Fachfirma fast nur Kosten für den Arbeitslohn an. Für den Abriss können Sie so mit Kosten um die 300 Euro pro qm rechnen. Doch eine Fachkraft wird nicht immer benötigt. Personen, die handwerklich etwas geschickt sind, können die Sanitärobjekte selbst demontieren. Und das Abschlagen der Fliesen ist eine Frage der Kraft und Ausdauer.

Jedoch müssen Sie in dem Fall mit Kosten für die Entsorgung rechnen. Je nach Größe des Bades und der Abfallmenge benötigen Sie einen Container oder können zum städtischen Recyclinghof fahren. Diese sind für private Wohnungseigentümer eine gute Alternative zum teuren Container.

2. Materialauswahl

Die verschiedenen Materialien für ein Bad gibt es in allen Preisklassen. Oft gibt es keinen offensichtlichen Unterschied zwischen Markenprodukten und günstigen Eigenmarken der Baumärkte. Wer auf bekannte Markennamen verzichten kann, spart daher viel Geld.

Doch auch die Wahl des Grundmaterials ist ausschlaggebend für den Preis. Marmor oder Granit sind besonders, aber auch teuer. Es gibt allerdings viele Fliesen, die die Optik perfekt imitieren.

3. Frühzeitige Planung

Ein weiterer Tipp ist die Suche nach Restposten oder Angeboten. Wenn es keinen Zeitdruck gibt, kann die Badsanierung gut vorbereitet werden, indem aktuelle Angebote zusammengetragen werden. Wird ein Baumarkt umgebaut oder das Sortiment umgestellt, gibt es oft starke Preissenkungen.

Auch auf Online-Auktionsseiten oder in den Kleinanzeigen wird man schnell fündig. Hierbei darf man allerdings nicht allzu wählerisch sein. Denn die Auswahl ist hier natürlich beschränkt.

4. Handwerkerauswahl

Handwerker sind schwer zu finden. Die Suche nach verfügbaren Betrieben kostet Zeit und Nerven. Wenn Sie handwerklich geschickt sind und einige Aufgaben, wie z.B. das Fliesen selbst übernehmen können, lohnt es sich, die anderen Gewerke einzeln zu vergeben. So können Sie jedes Gewerk einzeln verhandeln und sind nicht auf einen Handwerker angewiesen.

Allerdings obliegt die Koordination der Arbeitsschritte dem Auftraggebenden. Sie müssen also selbst entscheiden, wann welche Arbeiten durchgeführt werden müssen. Dabei gibt es eine feste Reihenfolge, damit am Ende alles perfekt ineinandergreift und der Badumbau gelingt.

Sanierungsfirma beauftragen

Selbst für erfahrene Heimwerker stellt eine Badsanierung aufgrund des Umfangs und der Vielfalt der Arbeiten oft eine Herausforderung dar. Der Abriss klappt vielleicht noch ganz gut in Eigenleistung. Doch sollen eine Fußbodenheizung eingebaut und Leitungen verlegt werden, stoßen die meisten an ihre Grenzen. Eine Fachfirma arbeitet vor allem schneller und qualitativ hochwertiger als die meisten Heimwerker. Bei einer Badsanierung hat es viele Vorteile, alles aus einer Hand zu haben.

Beim Badumbau sind die Installationsarbeiten entscheidend. Wasserleitungen müssen absolut dicht sein. Wenn Sie diese selbst verlegen und es zu einem Wasserrohrbruch kommt oder eine Leckage im Laufe der Zeit zu Schäden führt, tragen Sie die Kosten in der Regel selbst. Die Elektroinstallation darf aufgrund des Gefahrenpotentials nur von qualifizierten Personen durchgeführt werden.

Bei einer Sanierungsfirma, der bei der Badsanierung alles aus einer Hand anbietet, sind Sie auf der sicheren Seite. Denn der Betrieb hat, je nach Vertragsgrundlage, eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von 4 bis 5 Jahren auf die geleistete Arbeit und haftet daher für Schäden. Muss ein Teil des Bades aufgrund eines Wasserschadens erneut gemacht werden, wird es schließlich nicht günstig.

gute Handwerker für Wohnungssanierung finden

Wie ist der Ablauf einer Badsanierung?

Bestandsaufnahme

Bevor die tatsächliche Arbeit starten kann, kommt zunächst die Bestandsaufnahme und Planung. Gehen Sie in Ihr Bad und erstellen Sie zunächst eine Skizze des Ist-Zustands. Nutzen Sie am besten kariertes Papier oder Millimeterpapier dafür. Zeichnen Sie als Erstes einen groben Grundriss und messen Sie alle Wandlängen, Vorsprünge und Einbauten aus. Wo befinden sich Tür und Fenster und vergessen Sie auch nicht die Elektroinstallation. Dafür markieren Sie auf Ihrem Plan alle Schalter, Steckdosen und ggf. die Lüftung. Auch die Heizkörperanschlüsse sind wichtig für Ihre weitere Planung.

Wenn Sie alle Daten und Maße haben, erstellen Sie sich einen maßstabsgerechten Grundriss. Nutzen Sie dafür entweder Papier und Stift oder einen Online-Badplaner. Bei einem Online-Planungstool haben Sie den Vorteil, dass Sie einen maßstabsgerechten 3D-Plan erhalten. Wenn Sie die Papierlösung bevorzugen, dann zeichnen Sie neben dem Ist-Zustand einen weiteren Plan, der keinerlei sanitäre Einbauten enthält. Schneiden Sie sich dann Waschbecken, Wanne, Dusche und andere Badmöbel aus Papier zurecht und verschieben Sie diese auf Ihrem Grundriss, bis Sie mit der Anordnung zufrieden sind.

Überlegen Sie sich im Vorhinein, wie intensiv die Badsanierung werden soll. Wollen Sie den Grundriss des Bads verändern oder die Anordnung der Anschlüsse? Oder wünschen Sie sich eher ein optisches Update, ohne in die Bausubstanz eingreifen zu müssen? Dies hat selbstverständlich auch großen Einfluss auf die Kosten. Soll das Bad von Grund auf neugestaltet werden, sollten Sie eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen, um die Machbarkeit auszuloten.

Ist die Planung zu Ihrer Zufriedenheit abgeschlossen und alle Materialien sowie die Handwerker sind bestellt, dann geht es an die Umsetzung Ihres neuen Traumbads.

Unabhängig von der Größe und der Art des Badezimmers sind die Schritte für eine Badsanierung meist gleich. In neun Arbeitsschritten geht es daher zum sanierten Badezimmer:

1. Entfernen der alten Fliesen und Armaturen

Im ersten Schritt setzen Sie das Badezimmer in seinen Zustand im Rohbau zurück. Neben den Fliesen entfernen Sie auch Toiletten, Waschbecken oder Badewannen und entsorgen diese.

Möchten Sie das Bad durch die Sanierung vergrößern, ist evtl. noch ein Wanddurchbruch erforderlich. Schon im ersten Schritt können Schlitze für neue Rohre oder einen Wasserablauf gestemmt werden.

2. Rohrverlegung

Installateure richten jetzt die Rohrleitungen für Wasser, Heizung und evtl. die Lüftungsanlage ein. Für die Badewanne wird der Träger errichtet.

3. Elektrische Leitungen

Um Rasierer, Fön, Waschmaschine oder andere elektrische Geräte betreiben zu können, verlegt ein Elektriker Leitungen.

4. Verputzen

Schlitze und Löcher werden geschlossen und verputzt. Das Bad ist jetzt in seinem Rohzustand.

5. Boden bearbeiten

Für eine Fußbodenheizung müssen Sie jetzt die Rohrleitungen dafür verlegen. Der Estrich wird gegossen, z.B. als Trocken- oder Anhydrit-Estrich bei Fußbodenheizungen.

Wichtig: Abhängig von der Art und der Stärke des Estrichs erfolgt nun eine notwendige Pause von wenigen Tagen oder Wochen. Der Estrich muss nämlich ganz trocken sein, bis weitergearbeitet wird.

6. Abdichten von Wanne und Dusche

Die DIN 18534 gibt vor, wie Duschen und Wannen abgedichtet werden müssen. Hierfür kommen sogenannten „Verbundabdichtungen“ zum Einsatz.

7. Fliesen verlegen

Der Fliesenleger verlegt jetzt Fliesen am Boden und den Wänden.

8. Anstrich

Nach dem Fliesenlegen werden die Wände gestrichen. Spezielle Farbe, die für Feuchträume geeignet ist, beugt der Schimmelbildung vor.

9. Montage von Waschbecken und Toilette

Neben den Waschbecken und Toilettenschüsseln werden auch Heizkörper oder die Duschwanne montiert. Zum Abschluss versiegelt der Fliesenleger offene Fugen.

Was gibt es bei der Sanierung von Bädern zu beachten?

Eine Badsanierung kann vor allem bei neu verlegtem Estrich mehrere Wochen dauern. Da Sie in dieser Zeit auch duschen müssen und eine Toilette benötigen, sollten Sie sich im Vorfeld um einen Ersatz kümmern.

Haben Sie kein nutzbares Gäste-WC, kann die Anschaffung einer Chemie-Toilette eine mögliche Alternative sein. Für die Dusche oder ein Duschbad sollten Sie in diesem Fall rechtzeitig vorab mit Nachbarn oder Bekannten in Ihrer Nähe sprechen. Aber auch die sanitären Anlagen von Fitnessstudios, Schwimmbädern oder anderen Sportanlagen können Abhilfe schaffen.

TIPP: Planen Sie die Badsanierung für die Zeit ein, in der Sie in Urlaub fahren. So bekommen Sie vom Lärm und Schmutz nichts mit und können nach dem Urlaub das neue Badezimmer genießen.

Was muss alles erneuert werden?

Meist wird bei einer Badsanierung alles erneuert, von den Fliesen über die Armaturen bis zu Waschbecken und Toilette. Viele Hausbesitzer nutzen die Sanierung, um den Komfort im Bad zu erhöhen, z.B. durch barrierefreie Duschen oder wandhängende Toiletten.

Wie lange dauert eine Badsanierung?

Wie bei allen Bausanierungen lässt sich auch bei der Badsanierung keine pauschale Zeitspanne vorhersagen. Die Dauer der Sanierungsarbeiten hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie groß ist das Bad, das saniert werden soll?
  • Wie aufwendig sind die erforderlichen Installationen?
  • Wie lange benötigt der Estrich zum Trocknen?
  • Wie gut arbeiten die einzelnen Gewerke zusammen?

Für ein durchschnittliches Badezimmer können Sie mit rund 12 Werktagen für die Sanierung rechnen, zuzüglich der Trockenzeit für den Estrich. Gerade der Estrich ist der Teil der Badsanierung, der am längsten dauern kann.

Eine junge Frau stellt den Sanierungsbedarf in einer unsanierten Wohnung fest.

Was tun bei Verzögerungen?

Das Bad brauchen wir jeden Tag, deshalb sollte eine Badezimmersanierung sehr genau geplant werden. Der Zeitplan sollte also so ausgearbeitet sein, dass alle Gewerke möglichst nahtlos nacheinander arbeiten können. Planen Sie am besten bereits im Voraus Zeitpuffer ein, um Bauverzögerungen am Ende zu vermeiden.

Kommt es dennoch zu Verzögerungen, sollten Sie möglichst rechtzeitig mit den beteiligten Handwerksbetrieben sprechen. Manchmal lassen sich die Zeitpläne anpassen, sodass Verzögerungen ein wenig ausgeglichen werden können.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Badsanierung pro qm?

Die Kosten der Badsanierung pro Quadratmeter liegen zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Von den gesamten Sanierungskosten ist das Bad das teuerste Gewerk. Die Kosten für eine Badsanierung hängen dabei von zwei wesentlichen Faktoren ab: den Materialkosten und den Arbeitskosten. Die Arbeitskosten betragen in der Regel rund 60 Prozent, während auf das Material rund 40 Prozent entfallen.

Was kostet die Badsanierung eines 10 qm Bad?

Die Komplettsanierung eines 10 qm Bads in Standardqualität kostet zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Dabei kommt es auf den tatsächlichen Zustand des Bads und seiner Teile an, aber auch auf Ihre individuellen Wünsche.

Wie verteilen sich die Kosten bei der Badsanierung?

Die einzelnen Posten der Badsanierung stellen sich in der Regel wie folgt dar: Arbeitskosten und Materialkosten. Zu den Materialkosten gehören Kosten für Fliesen, Toilette und Spülkasten, Waschbecken, Dusche, Badewanne und Armaturen.

Wie lassen sich Kosten bei der Badsanierung sparen?

Wer bei der Badsanierung Kosten sparen möchte, kann die Vorbereitung des Badezimmers in Eigenregie übernehmen. Hierzu gehört das aufwendige Abschlagen der alten Fliesen. Einsparpotenzial gibt es auch bei der Auswahl der Materialien. Fragen Sie sich im Vorfeld, welchen Luxus Sie benötigen. Achten Sie bei der Auswahl der Materialien auf solide, hochwertige Qualität. Schließlich sollte das Bad nach der Sanierung mehrere Jahre genutzt werden können, ohne dass Reparaturen anstehen.

Kann ich für die Badsanierung eine Förderung beantragen?

Wer seine Sanitäranlagen barrierefrei umbauen lässt, kann eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Pro Vorhaben ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich. Barrierefrei sind ebenerdige Duschen. Wichtig: Den Antrag auf die Förderung müssen Sie vor Baubeginn stellen und die Arbeiten müssen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

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