Badsanierung

Ablauf, Dauer, Kosten –
Das müssen Sie über eine Badsanierung wissen

31.03.2022 | Maria Schmid | Lesedauer: 11 Minuten

Badsanierung

Sie wünschen sich endlich ein modernes, schönes Bad? Eine gut geplante Badsanierung ebnet Ihnen den Weg zu Ihrem Traumbad. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Sanierung im Sanitärbereich ankommt und mit welchen Kosten Sie rechnen können. Die Sanierung von Bädern ist mit einem größeren Aufwand verbunden. Schließlich müssen die alten Fliesen abgeschlagen und manchmal sogar neue Rohre verlegt werden. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld über die Badsanierung zu informieren. Alles Wichtige dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt. Sie möchten Ihr Bad ganz unkompliziert über Doozer sanieren? Dann geht es hier zur kostenlosen Registrierung.

Das Wichtigste zur Badsanierung in Kürze

  • Eine Badsanierung ist aufwendig und zeitintensiv, da viele Gewerke zusammenarbeiten.
  • Eine Badsanierung kostet ca. 900 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter.
  • Schlagen Sie alte Fliesen selbst ab, um Kosten einzusparen.
  • Fördermöglichkeiten gibt es, wenn das Bad barrierefrei umgebaut wird.
  • Durchschnittlich fallen mindestens 12 Werkstage für die Arbeiten an.

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Was kostet eine Badsanierung?

Die Kosten für eine Badsanierung hängen von zwei zentralen Faktoren ab: den Materialkosten und den Arbeitskosten. Von den gesamten Sanierungskosten ist das Bad das teuerste Gewerk.

Die Arbeitskosten betragen in der Regel rund 60 Prozent der gesamten Sanierungskosten, während auf das Material rund 40 Prozent entfallen. Allgemein berechnen sich die Kosten für die Badsanierung pro Quadratmeter. Dabei handelt es sich jedoch immer um Orientierungswerte. Wie hoch die Kosten letztlich ausfallen, hängt von der Größe des Bades, dem Umfang der Arbeiten, den Materialien (Armaturen, Keramik, Rohrsysteme, Elektrik, Heizung etc.) sowie dem Arbeitsaufwand ab.

Demnach können die Kosten der Badsanierung pro Quadratmeter zwischen rund 900 und 3.500 Euro variieren. Wird ein acht Quadratmeter großes Badezimmer saniert, kann das entsprechend zwischen 7.200 und 28.000 Euro kosten.

Wie verteilen sich die Kosten bei der Badsanierung?

Die einzelnen Posten der Badsanierung stellen sich in der Regel wie folgt dar:

Arbeitskosten

An einer Badsanierung sind meist mehrere Gewerke beteiligt. Neben dem Fliesenleger sind Maler, Elektriker sowie Installateure im Einsatz. Sie können dabei mit Stundensätzen zwischen 40 und 60 Euro rechnen.

Als Faustregel gilt: Für die Sanierung eines einfach ausgestatteten Badezimmers mit acht Quadratmetern Fläche werden rund 100 Arbeitsstunden benötigt. Das entspricht einem Arbeitslohn von 4.000 bis 6.000 Euro.

Die Kosten für das Abschlagen und das Entsorgen der alten Fliesen können zusätzlich mit rund 300 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Für das acht Quadratmeter große Bad kämen dann noch einmal rund 2.400 Euro an Arbeitskosten für die Vorbereitung hinzu.

Materialkosten

Kosten für die Fliesen

Badfliesen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Je nach Qualität und Beschaffung kostet der Boden- und Wandbelag 20 bis 70 Euro pro Quadratmeter. Besonders exklusive Mosaikfliesen können auch über 100 Euro pro Quadratmeter kosten.

Für unser acht Quadratmeter großes „Beispielbad“ lägen die Kosten für die Fliesen zwischen 160 und 560 Euro. In der Praxis werden meist etwas mehr Fliesen gekauft, da bei der Bearbeitung und beim Fliesenschnitt Material zu Bruch gehen kann.

Kosten für Toilette und Spülkasten

Einfache Toiletten kosten zwischen 50 und 100 Euro. Soll es eine wandhängende Toilette werden, können Sie mit Preisen von 100 bis 200 Euro rechnen. No-Name-Produkte sind dabei günstiger als die hochwertige Keramik der Top-Markenhersteller.

Auch beim Spülkasten sind verschiedene Optionen möglich. Einfache Spülkästen aus Kunststoff sind schon für weniger als 30 Euro zu haben, während Keramikmodelle rund 150 bis 200 Euro kosten. Bei einem in der Wand verspachtelten Spülkasten sollten Sie mit einem Preis ab 150 Euro.

Kosten für Waschbecken und Dusche

Günstige Waschbecken starten bereits bei knapp 20 Euro. Hochwertige Markenwaschbecken aus beschichteter Keramik kosten ab 70 Euro. Exklusive Becken aus Marmor oder anderen Materialien starten ab 200 Euro. Doppelwaschbecken sind teurer und beginnen bei rund 400 Euro.

Simple Duschtassen kosten weniger als 100 Euro, tiefere Duschwannen starten bei 200 Euro. Für eine Dusche mit Duschkabine kommen mindestens 150 Euro dazu.

Wichtig: Bei einer barrierefreien Dusche im Rahmen einer Badsanierung können die Kosten deutlich steigen. Das ist dann der Fall, wenn ein Wandablauf eingebaut werden muss.

Kosten für Badewannen

Eine Standard-Badewanne mit 170 Zentimetern Länge und 75 Zentimetern Breite beginnt bei rund 100 Euro. Eine einfache Eckbadewanne startet bei rund 300 Euro. Teurer wird es bei einer freistehenden Wanne.

Je nach Konstruktion benötigt man zusätzlich zur Wanne ggf. einen Träger, in welchen die Badewanne eingesetzt wird. Dieser Träger muss verfließt und verputzt werden, wodurch sich die Kosten für die Badewanne nochmals erhöhen. Bei hochwertigen Keramikbecken von Markenherstellern sind auch vierstellige Summen möglich.

Kosten für Armaturen

Badarmaturen können im Preis sehr stark variieren. Eine Regenwalddusche wird teurer ausfallen als eine einfache Wasserhahn-Armatur. Standard-Wasserhähne gibt es schon ab 15 Euro. Aufwändige Luxus-Armaturen können schnell mehrere hundert Euro pro Stück kosten.

Zu diesen Posten kommen noch Materialkosten für Verbrauchsmaterial wie Kleber, Wasserrohre, Stromkabel, Mörtel, Farbe oder Silikon. Je nach Größe des Bads und des Sanierungsumfangs können Sie für die Materialien nochmals rund 1.000 Euro veranschlagen.

Wie lassen sich Kosten sparen?

Wer bei der Badsanierung Kosten sparen möchte, hat verschiedene Möglichkeiten.

So können Sie die Vorbereitung des Badezimmers in Eigenregie übernehmen. Hierzu gehört das aufwendige Abschlagen der alten Fliesen. Damit sparen Sie sich die Arbeitskosten für das Entkernen des Badezimmers. Berücksichtigen Sie dabei aber auch, dass Fliesen und die alte Wanne sowie Armaturen fachgerecht entsorgt werden müssen. Lokale Recyclinghöfe sind gerade für private Wohnungseigentümer eine gute Alternative zum teuren Container.

Einsparpotenzial gibt es auch bei der Auswahl der Materialien. Fragen Sie sich im Vorfeld, welchen Luxus Sie benötigen. Muss es unbedingt eine Regenwald-Duscharmatur sein? Ist Marmor wirklich die notwendige Wahl für die Waschbecken?

Achten Sie bei der Auswahl der Materialien auf solide, hochwertige Qualität. Schließlich sollte das Bad nach der Sanierung mehrere Jahre genutzt werden können, ohne dass Reparaturen anstehen.

Kann ich für die Badsanierung eine Förderung beantragen?

Eine Badsanierung ist mit hohen Kosten verbunden. Wer seine Sanitäranlagen barrierefrei umbauen lässt, kann eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Pro Vorhaben ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich.

TIPP: Barrierefrei sind auch ebenerdige Duschen. Diese liegen ohnehin im Trend und sind komfortabler als Duschen mit Wanne.

Wichtig: Den Antrag auf die Förderung müssen Sie vor Baubeginn stellen und die Arbeiten müssen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

Wie läuft eine Badsanierung ab? – In 9 Schritten zum sanierten Badezimmer

Unabhängig von der Größe und der Art des Badezimmers sind die Schritte für eine Badsanierung meist gleich.

1. Entfernen der alten Fliesen und Armaturen

Im ersten Schritt setzen Sie das Badezimmer in seinen Zustand im Rohbau zurück. Neben den Fliesen entfernen Sie auch Toiletten, Waschbecken oder Badewannen und entsorgen diese.

Möchten Sie das Bad durch die Sanierung vergrößern, ist evtl. noch ein Wanddurchbruch erforderlich. Schon im ersten Schritt können Schlitze für neue Rohre oder einen Wasserablauf gestemmt werden.

2. Rohrverlegung

Installateure richten jetzt die Rohrleitungen für Wasser, Heizung und evtl. die Lüftungsanlage ein. Für die Badewanne wird der Träger errichtet.

3. Elektrische Leitungen

Um Rasierer, Fön, Waschmaschine oder andere elektrische Geräte betreiben zu können, verlegt ein Elektriker Leitungen.

4. Verputzen

Schlitze und Löcher werden geschlossen und verputzt. Das Bad ist jetzt in seinem Rohzustand.

5. Boden bearbeiten

Für eine Fußbodenheizung müssen Sie jetzt die Rohrleitungen dafür verlegen. Der Estrich wird gegossen, z.B. als Trocken- oder Anhydritestrich bei Fußbodenheizungen.

Wichtig: Abhängig von der Art und der Stärke des Estrichs erfolgt nun eine notwendige Pause von wenigen Tagen oder Wochen. Der Estrich muss nämlich ganz trocken sein, bis weitergearbeitet wird.

6. Abdichten von Wanne und Dusche

Die DIN 18534 gibt vor, wie Duschen und Wannen abgedichtet werden müssen. Hierfür kommen sogenannten „Verbundabdichtungen“ zum Einsatz.

7. Fliesen verlegen

Der Fliesenleger verlegt jetzt Fliesen am Boden und den Wänden.

8. Anstrich

Nach dem Fliesenlegen werden die Wände gestrichen. Spezielle Farbe, die für Feuchträume geeignet ist, beugt der Schimmelbildung.

9. Montage von Waschbecken und Toilette

Neben den Waschbecken und Toilettenschüsseln werden auch Heizkörper oder die Duschwanne montiert. Zum Abschluss versiegelt der Fliesenleger offene Fugen.

Was gibt es bei der Sanierung von Bädern zu beachten?

Eine Badsanierung kann vor allem bei neu verlegtem Estrich mehrere Wochen dauern. Da Sie in dieser Zeit auch duschen müssen und eine Toilette benötigen, sollten Sie sich im Vorfeld um einen Ersatz kümmern.

Haben Sie kein nutzbares Gäste-WC, kann die Anschaffung einer Chemie-Toilette eine mögliche Alternative sein.

TIPP: Planen Sie die Badsanierung für die Zeit ein, in der Sie in Urlaub fahren. So bekommen Sie vom Lärm und Schmutz nichts mit und können nach dem Urlaub das neue Badezimmer genießen.

Was muss alles erneuert werden?

Meist wird bei einer Badsanierung alles erneuert, von den Fliesen über die Armaturen bis zu Waschbecken und Toilette. Viele Hausbesitzer nutzen die Sanierung, um den Komfort im Bad zu erhöhen, z.B. durch barrierefreie Duschen oder wandhängende Toiletten.

Wie lange dauert eine Badsanierung?

Wie bei allen Bausanierungen lässt sich auch bei der Badsanierung keine pauschale Zeitspanne vorhersagen. Die Dauer der Sanierungsarbeiten hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie groß ist das Bad, das saniert werden soll?
  • Wie aufwendig sind die erforderlichen Installationen?
  • Wie lange benötigt der Estrich zum Trocknen?
  • Wie gut arbeiten die einzelnen Gewerke zusammen?

Für ein durchschnittliches Badezimmer können Sie mit rund 12 Werktagen für die Sanierung rechnen, zuzüglich der Trockenzeit für den Estrich. Gerade der Estrich ist der Teil der Badsanierung, der am längsten dauern kann.

Was tun bei Verzögerungen?

Das Bad brauchen wir jeden Tag, deshalb sollte eine Badezimmersanierung sehr genau geplant werden.

Der Zeitplan sollte so ausgearbeitet sein, dass alle Gewerke möglichst nahtlos nacheinander arbeiten können. Planen Sie am besten bereits im Voraus Zeitpuffer ein, um Bauverzögerungen am Ende zu vermeiden.

Kommt es dennoch zu Verzögerungen, sollten Sie möglichst rechtzeitig mit den beteiligten Handwerksbetrieben sprechen. Manchmal lassen sich die Zeitpläne anpassen, sodass zeitliche Verzögerungen ein wenig ausgeglichen werden können.

So sanieren Sie Ihr Bad über Doozer

Doozer unterstützt Sie bei Ihrer Badsanierung: von der Suche nach geeigneten Fachbetrieben über die Planung, die Vermittlung mit einem Handwerker Ihrer Wahl, die Auftragszusammenstellung bis hin zur Bauabnahme des fertig sanierten Bads. Bei uns erhalten Sie für Ihren Umbau alle Leistungen aus einer Hand. Wir stehen auch mit fachlicher Beratung rund um die Sanierung Ihrer Bäder für Sie zur Verfügung.

Dank standardisierten Leistungsverzeichnissen und Paketangeboten profitieren Sie bei Doozer von einem Top-Preis-Leistungsverhältnis und Preisen unter dem marktüblichen Niveau.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Badsanierung?

Die Kosten für eine Badsanierung hängen von zwei zentralen Faktoren ab: den Materialkosten und den Arbeitskosten. Von den gesamten Sanierungskosten ist das Bad das teuerste Gewerk. Die Arbeitskosten betragen in der Regel rund 60 Prozent, während auf das Material rund 40 Prozent entfallen. Die Kosten der Badsanierung pro Quadratmeter liegen zwischen 900 und 3.500 Euro.

Wie verteilen sich die Kosten bei der Badsanierung?

Die einzelnen Posten der Badsanierung stellen sich in der Regel wie folgt dar: Arbeitskosten und Materialkosten. Zu den Materialkosten gehören Kosten für Fliesen, Toilette und Spülkasten, Waschbecken, Dusche, Badewanne und Armaturen.

Wie lassen sich Kosten bei der Badsanierung sparen?

Wer bei der Badsanierung Kosten sparen möchte, kann die Vorbereitung des Badezimmers in Eigenregie übernehmen. Hierzu gehört das aufwendige Abschlagen der alten Fliesen. Einsparpotenzial gibt es auch bei der Auswahl der Materialien. Fragen Sie sich im Vorfeld, welchen Luxus Sie benötigen. Achten Sie bei der Auswahl der Materialien auf solide, hochwertige Qualität. Schließlich sollte das Bad nach der Sanierung mehrere Jahre genutzt werden können, ohne dass Reparaturen anstehen.

Kann ich für die Badsanierung eine Förderung beantragen?

Wer seine Sanitäranlagen barrierefrei umbauen lässt, kann eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragen. Pro Vorhaben ist ein Zuschuss von bis zu 6.250 Euro möglich. Barrierefrei sind ebenerdige Duschen. Wichtig: Den Antrag auf die Förderung müssen Sie vor Baubeginn stellen und die Arbeiten müssen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.

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