Badsanierung Kosten

Wie viel wird Ihre Badsanierung kosten?

02.01.2022  |  Ina Schulz  |  Lesedauer: 14 Minuten

Header Badsanierung Kosten mit luxuriöser Badewanne in Marmorbad

Was wird die Badsanierung kosten? Diese Frage beschäftigt viele Besitzer älterer Wohnungen und Häuser. Denn die Kosten für die Badsanierung sind der größte Kostenblock innerhalb eines Sanierungsprojekts. Aufgrund dieser hohen Kosten schrecken viele Immobilienbesitzer davor zurück, das Bad zu sanieren. Auch mit kleineren Modernisierungsmaßnahmen können Sie ein in die Jahre gekommenes Bad retten. Doch wenn das Bad Schäden aufweist oder einfach nicht mehr komfortabel zu nutzen ist, ist es an der Zeit, gründlich zu sanieren.  

Bad sanieren, renovieren oder modernisieren

Das Badezimmer ist in jedem Zuhause ein wichtiger Ort. Auch wenn man hier nicht so viel Zeit verbringt, wie beispielsweise im Wohnzimmer, so beginnt und endet der Tag doch für gewöhnlich im eigenen Bad. Da ist es nur folgerichtig, diesen Ort behaglich und modern zu gestalten. 

Wussten Sie schon?

Die Kosten für Ihre Sanierung können Sie mit unserem Badkostenrechner selbst ermitteln.

Badsanierung für den Neuanfang

Wenn Sie eine ältere Immobilie gekauft haben oder seit längerem mit Ihrem Bad leben und bereits die ersten Probleme auftauchen, sollten Sie eine Badsanierung in Erwägung ziehen. Insbesondere bei älteren Wasserrohren und Stromleitungen müssen Sie an die Substanz ran. Dafür ist es wichtig, das aktuelle Bad vom Rohbauzustand neu aufzubauen.  

Eine Badsanierung ist die umfassendste und teuerste Maßnahme für ein neues, modernes Bad. Dafür müssen alle Einbauten, wie Waschtische, Wannen und Duschen ausgebaut und die Fliesen abgeschlagen werden. Erst, wenn der Raum komplett leer ist, können die alten Leitungen entfernt werden. Danach folgt der Aufbau des neuen Bads. Hierfür werden zunächst sämtliche Mängel wie z.B. Schimmel restlos beseitigt.  

Bevor die Schlitze und Schächte für die neuen Leitungen gestemmt werden, muss der Plan für das neue Bad stehen. Wenn Dusche oder Waschtisch versetzt werden sollen, müssen hierfür gegebenenfalls sogar neue Anschlüsse gelegt werden. Erst danach können die Wand- und Bodenfliesen und die neuen Sanitärobjekte folgen. 

sanierungsbedürftiges Bad mit alten Fliesen in braun und grün

Badrenovierung für frischen Wind

Sind Leitungen und Fliesen grundsätzlich in Ordnung, aber Ihrem Bad fehlt es an modernem Flair, kann eine Badrenovierung Abhilfe schaffen. Im Gegensatz zu einer Sanierung müssen hier keine Wände aufgestemmt werden. Neue Sanitärobjekte können oft schnell ausgetauscht werden. Dies trifft insbesondere auf Waschbecken, Toiletten und Duschkabinen zu. Bei Wannen wird es aufgrund des Unterbaus schwieriger.  

Wandfliesen können in der Regel einfach überfliest werden, wenn man sich den alten übersehen hat. Dies spart enormen Aufwand bei der Entfernung der alten Fliesen, wie dies bei einer Badsanierung zwingend erforderlich ist. Nur bei den Bodenfliesen müssen Sie vorher genau prüfen, ob die neue Aufbauhöhe mit Türen oder bodengleichen Duschen passt. 

Im Internet finden sich viele Videos, wie man mithilfe von Fliesenfarbe oder speziellen Aufklebern schnell ein neues Ambiente zaubern kann. Allerdings sollten Sie Aufwand und Kosten bei beiden Varianten nicht unterschätzen.

Für ein gutes Ergebnis benötigt man Zeit und Ruhe. Fliesen zu bekleben oder zu streichen ist aufwendig und erfordert eine gute Vorarbeit. Dazu kommt, dass gute Fliesenaufkleber nicht günstig sind. Um Schimmelbildung im Bad zu vermeiden, sollten Sie hier nur auf geprüfte Qualität für Feuchträume setzen. Fliesenfarbe ist daher eher zu empfehlen. Aber es braucht mehrere Schichten, damit die neue Farbe auch wirklich versiegelt ist und langfristig hält. Die Fliesen müssen zudem in Ordnung sein. Gegen abgeplatzte oder lockere Fliesen helfen diese Maßnahmen nicht. 

Wandverkleidungen aus Kunststoff oder Glas sind hier Alternativen, die insgesamt schneller umzusetzen und hochwertiger sind. Mit ihnen verändern Sie Ihr Bad in besonders hohem Maße, ohne jede Fliese einzeln behandeln zu müssen. Ein großflächiger Spiegel über dem Waschtisch verdeckt eine große Anzahl von Wandfliesen und vergrößert das Bad zugleich optisch. Außerdem gibt es vollflächige Verkleidungen mit diversen Mustern oder auch Paneele, die in der Handhabung Bodendielen ähneln.  

Kostengünstig das Bad modernisieren

Wenn das Bad noch in einem guten Zustand ist, aber das Wohlgefühl fehlt, können Sie oft schon mit kleineren Maßnahmen einen großen Effekt erzielen. Ist Ihr Hauptziel die Einsparung von Wasser und Strom, können Sie ohne großen Aufwand schnell Erfolge erzielen.  

Nebenkosten für Wasser, Warmwasser und Strom sparen Sie mit den richtigen Armaturen und Geräten. Ein Duschkopf sowie Wasserhähne mit Luftsprudler sparen bis zu 60 Prozent Wasser ein, ohne dass sich der Wasserdruck spürbar ändert. So sparen Sie zum einen Kosten für Wasser und entsprechend auch Abwasser. Zum anderen sparen Sie aber auch die Energie für die Warmwasseraufbereitung ein. Je nach Energieträger sinkt bei überschaubaren Kosten Ihre Strom- oder Gasrechnung. Außerdem können Sie mit den neuen Armaturen schöne Akzente setzen, die Ihrem Bad einen neuen Glanz verleihen.  

Die Toilettenspülung ist in vielen Haushalten der größte Wasserverbraucher. Alte Spülkästen werden meist bei jedem Spülvorgang komplett entleert, was zwischen 9 und 14 Liter verbraucht. Am Tag macht das inkl. Abwasser je nach Region etwas mehr als einen Euro pro Person aus. Bei einer Familie kommen so jährlich viele hundert Euro zusammen. Neuere Spülkästen kommen mit deutlich weniger Wasser aus. Manche Systeme verringern den Verbrauch auf ein Drittel bis zur Hälfte. Ein neuer Spülkasten mit Spartaste zahlt sich also schnell aus. Der Austausch ist schnell und ohne großen Aufwand erledigt. Oft ist auch eine Nachrüstung möglich. 

Ein neuer Waschtisch und weitere Badmöbel bringen dazu neues Flair in ein älteres Bad, ohne dass Fliesen abgeschlagen und Wannen ausgebaut werden müssen. Eine Duschwand anstatt eines Vorhangs hat einen besonders großen Effekt, da sie viel hochwertiger wirkt. 

Spartipps fürs Bad

  • Sparsame Armaturen für Dusche und Waschbecken 
  • Moderner Spülkasten mit Spartaste  
  • Mit Warmwasserspeicher: Warmwasseraufbereitung auf die eigenen Gewohnheiten einstellen 
  • Ohne Warmwasserspeicher: Sparsame Durchlauferhitzer mit niedrigeren Temperaturen nutzen
laufender Wasserhahn

Woraus setzen sich die Kosten für die Badsanierung zusammen?

Bei einer Badsanierung setzen sich die Kosten aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Materialkosten machen bei einem Standardbad ca. 40 Prozent der Gesamtkosten aus, die Arbeitskosten die verbleibenden 60 Prozent. Sparpotenziale bieten beide Kostenblöcke.

Kosten der Badsanierung: Arbeitskosten

Die Arbeitskosten sind meistens der größere Anteil der Gesamtkosten der Badsanierung. Doch die Kosten für die Arbeitsstunde schwanken je nach Region. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der durch den Handwerksbetrieb abgerechnete Stundensatz nicht gleichbedeutend ist mit dem tatsächlichen Arbeitslohn der Handwerker. Mit dem Stundensatz werden auch die allgemeinen Kosten des Betriebs verrechnet: 

Handwerker verlegt Fliesen und Holzboden.
  • Stundenlohn der Arbeitskraft
  • Tarifliche Sozialabgaben (z.B. Urlaubgeld oder Altersvorsorge)
  • Gesetzliche Sozialabgaben (z.B. Arbeitgeberanteil Sozialversicherungen, Elterngeld oder Feiertage)
  • Freiwillige Sozialaufwendungen (z.B. Zuschüsse für Fahrtkosten oder Essen)
  • Betriebliche Gemeinkosten (z.B. Büromiete und Nebenkosten, Gehälter der Verwaltungsangestellten oder Energiekosten)
  • Kalkulatorische Gemeinkosten (z.B. Abschreibungen oder Gehalt der Geschäftsführung)
  • Gewinnzuschlag
  • Mehrwertsteuer

Achtung!

Aufgrund des hohen Anteils der Mehrwertsteuer, geben viele Handwerker bei mündlichen Kostenvorschlägen Nettobeträge an, um den Preis geringer erscheinen zu lassen. Um die Kosten Ihrer Badsanierung realistisch einschätzen zu können, fragen Sie daher immer nach, ob es sich um Netto- oder Bruttopreise handelt. Im schriftlichen Angebot muss die Mehrwertsteuer ausgewiesen sein 

Manche Handwerksleistungen werden statt in Stunden nach Quadratmetern bzw. geleisteter Arbeit berechnet. Maler oder Fliesenleger gehören dazu. Elektriker oder Sanitärinstallateure berechnen dagegen die leistete Arbeitszeit. Insgesamt können Sie bei der Badsanierung mit Stundensätzen von 40 bis 60 Euro rechnen. Für die Sanierungen eines zehn Quadratmeter großen Bads fallen ca. 130 Arbeitsstunden an. Bei einem durchschnittlichen Satz von 50 Euro/Stunde betragen die Kosten für die Arbeitsleistung im Rahmen einer Badsanierung daher 6.500 Euro. 

Wenn Sie mehr über die Kosten einer Sanierung und die regionalen Unterschiede erfahren wollen, laden Sie sich unsere aktuelle Sanierungskostenstudie herunter. 

Kosten der Badsanierung: Materialkosten

Die Materialkosten können sehr stark variieren. Denn hier ist vor allem der persönliche Geschmack und Anspruch entscheidend. Marmor, goldene Wasserhähne und luxuriöse Dampfduschen haben ihren Preis. Nach oben hin sind Ihnen keine Grenzen bei der Gestaltung Ihres Bads gesetzt. Doch die meisten Immobilienbesitzer haben ein enges Budget und schauen genau auf den Preis. Ein modernes und exklusiv anmutendes Ambiente lässt sich auch kostengünstig schaffen. 

Auf dem Markt gibt es viele Materialien, die die Optik und auch die Haptik anderer Oberflächen imitieren. So muss es kein echter Marmor oder Granit mehr sein. Im Trend sind auch Bodenfliesen in Holzoptik mit geprägter Struktur. Diese verleihen jedem Bad einen natürlichen und hochwertigen Look, ohne das Budget allzu sehr zu belasten. Spezieller Vinylbelag für das Bad bietet Ihnen ebenfalls eine große Auswahl an Dekoren und ist in allen Preisklassen erhältlich. 

Fliesen

Nichts prägt die Atmosphäre eines Bads so sehr wie die Fliesen. Denn diese befinden sich großflächig im gesamten Raum. Im Gegensatz zum 20. Jahrhundert ist das vollflächige Fliesen bis zur Decke nicht mehr modern. Stattdessen wird nur noch halbhoch gefliest oder manche Bereiche gar nicht mehr. Ausgefallene Muster und starke Farben werden nur noch für bestimmte Flächen, bspw. in der Dusche genutzt.  

Es gilt: Je schlichter ein Bad ist, desto langlebiger ist es auch. Moden kommen und gehen. Ein zurückhaltendes Bad können Sie jedoch mit exklusiven Sanitärobjekten und Armaturen schnell und kostengünstig aufwerten. Fliesen halten bis zu 100 Jahre. Um diese lange Nutzungsdauer auszunutzen und ein frühzeitiges Entfernen vorzubeugen, sind helle Töne in Weiß, Grau oder Beige angesagt. Auch Naturmaterialien wie Marmor, Granit oder Holz sind Dauerbrenner bei der Gestaltung. 

Für den Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie ist das Bad ein wichtiger Faktor. Denn eine Badsanierung ist teuer und die Entfernung von Fliesen sehr aufwendig. Die Entsorgung der Altfliesen ist teuer und neue Fliesen sind auch ein erheblicher Kostenfaktor. Günstige Boden- und Wandbeläge kosten zwischen 20 und 70 Euro pro Quadratmeter. Natursteine wie Schiefer oder Granit kosten 100 bis 200 Euro, exklusiver Marmor mehrere hundert Euro. Der Trend geht dabei zu größeren Fliesenformaten. Aber auch Metro- und Mosaikfliesen sind für Akzente beliebt. 

verschiedene Fliesen für die Badsanierung
Bodengleiche Dusche mit Glaswand

Dusche

Für eine schnelle Veränderung der bestehenden Dusche sorgt der Einbau einer neuen Duschkabine oder Duschwand. Glas wirkt hierbei oft hochwertiger als Kunststoff. Die alten Duschwände zum Falten oder Schieben aus dünnem Kunststoff oder gar ein Duschvorhang haben ausgedient. Selbst für die kleinste Eckdusche gibt es ansprechende, raumsparende Konzepte. Schon für unter 200 Euro erhält man eine neue Duschkabine. Für eine optisch ansprechende und hochwertige Duschkabine sollten Sie mit mind. 1.000 Euro rechnen.  

Duschtassen mit dem Standardmaß 90 x 90 cm gibt es schon ab 80 Euro. Eine tiefere Duschwanne in 120 x 80 cm gibt es ab 200 Euro im Fachhandel. Beachten Sie beim Kauf abseits der Standardmaße, dass Sie lieber ein komplettes System kaufen sollten. Nur so gehen Sie sicher, dass Kabine und Duschtasse auch wirklich zusammenpassen. Ansonsten hilft nur eine Maßanfertigung der Duschwand. 

Wenn Sie eine neue bodengleiche Dusche mit optionaler Sitzgelegenheit bevorzugen, sollten Sie inklusive aller Arbeiten um die 5.000 Euro einplanen. Denn die meisten bestehenden Bäder benötigen dafür komplett neue Anschlüsse. Dies bedeutet einen großen Aufwand bei der Entfernung der alten Dusche oder der Badewanne sowie der umliegenden Fliesen.  

Hier können Sie sparen, denn eine ebenerdige Dusche gilt als barrierefreier Umbau, was gem. des Förderprogramms „Altersgerecht Umbauen“ von der KfW mit zinsgünstigen Krediten gefördert wird. Dies lohnt sich allerdings nur dann, wenn Sie für die Sanierung ohnehin einen Kredit in Anspruch nehmen wollten. Außerdem können Sie hier keinerlei Eigenleistung einbringen, da alle Arbeiten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden müssen. 

Badewanne

Eine Standardwanne kommt in den Maßen 170 x 75 cm und ist bereits ab 100 Euro erhältlich. Exklusiver sind hingegen Eckbadewannen (ab ca. 300 Euro) oder freistehende Modelle (ab ca. 400 Euro). Dazu kommen die Unterkonstruktion und die entsprechenden Anschlüsse. Dafür ist es je nach Wanne oft nötig, einen speziellen Träger einzubauen. Anschließend muss alles verputzt und verfliest werden. Für den Einbau können Sie daher bei einem Standardmodell um die 1.000 Euro einkalkulieren.   

Wenn Sie sich wie in einem Spa fühlen wollen, darf eine Whirlpool-Wanne nicht fehlen. Günstige Modelle starten um die 1.500 Euro ohne Einbau. Für eine Luxusbadewanne benötigen Sie außerdem ggf. andere Wasserrohre und eine spezielle Elektrik. Doch vor allem die Statik ist entscheidend, denn solche Wannen bringen gefüllt viel Gewicht mit sich. Planen Sie dies also von vorneherein ein, um später Mehrkosten zu vermeiden. 

Luxusbadewanne nach der Badsanierung
schönes Aufsatzwaschbecken auf modernem Waschtisch mit Spiegel

Waschbecken

Besonders attraktiv wirkt ein Waschtisch mit integriertem oder aufgesetztem Waschbecken. Dieses Element zaubert in jedes Bad einen Hauch von Luxushotel. Der Trend setzt sich immer mehr durch, sodass Sie schon für einige hundert Euro eine schöne Kombination finden können. Heimwerker können hier auch selbst aktiv werden und sich mit etwas Geschick einen individuellen Hingucker bauen. 

Trend-Waschbecken aus Marmor oder Zement gibt es bereits ab 200 Euro. Ein günstiges Standardwaschbecken zur Wandmontage können Sie schon ab 20 Euro kaufen. Hochwertige Qualität erhalten Sie ab ca. 70 Euro. 

Armaturen

Ob schnelle Veränderung, Wassersparen oder grundlegende Sanierung, neue Armaturen prägen den Stil und das Ambiente eines Bades mit. Für ein modernes und luxuriöses Bad sollten Sie sich daher auf einen Stil festlegen und die Armaturen für das Waschbecken, die Dusche und die Wanne aufeinander abstimmen. Dies ergibt, ungeachtet des tatsächlichen Preises, ein stimmiges Gesamtbild. 

Die Preisspanne ist bei den Badarmaturen besonders groß. Für wenige Euro erhalten Sie bereits Wasserhähne oder Duschschläuche. Sie können aber auch viele hundert Euro dafür ausgeben. Heutzutage sind Pomp und Gold eher verpönt. Eine zurückhaltende Gestaltung gilt dagegen als stilvoll. Der Trend geht zu schlichten schwarzen Armaturen in Kombination mit einer natürlichen Farbgestaltung im Bad mit Holz und Naturmaterialien. 

Mit den Armaturen allein ist es jedoch nicht getan. Dazu kommen Verbrauchsmaterialien wie Kleber, Wasserrohre, Kabel, Mörtel, Farbe und Silikon. Insgesamt können Sie für die komplette Installation sämtlicher Armaturen im Bad zusätzlich um die 1.000 Euro kalkulieren. 

Schwarze Armaturen für Waschbecken und Dusche

Toilette und Spülkasten

Die Toilette bzw. der Spülkasten bietet Ihnen große Einsparpotenziale für die Nebenkosten in Ihrem Heim. Um möglichst viele Kosten für Wasser und damit auch Abwasser zu sparen, empfiehlt es sich hier, ganz genau auf die Wassermenge pro Spülgang zu schauen. Eine Wasserstopptaste sollte unbedingt vorhanden sein.  

Im Trend sind wandhängende Toilettensysteme mit Unterputz-Spülsystem. Für den gesamten Aufbau sollten Sie 1.500 bis 3.000 Euro einplanen. Deutlich günstiger, platzsparender und einfacher zu warten sind dagegen Stand-WCs. Bodentoiletten bekommen Sie für unter 100 Euro. Für einen Spülkasten aus Kunststoff zahlen Sie ab 30 Euro aufwärts. Keramikmodelle gibt es für 150 bis 200 Euro.  

Zwar gilt die stehende Variante nicht mehr als besonders modern, doch bietet sie auch Vorteile. Denn für eine wandhängende Toilette benötigen Sie immer einen Vorbau vor der eigentlichen Wand. Dieser verschwindet dann entweder hinter einer vollflächigen Wandverkleidung oder Sie können einen Absatz gestalten, auf dem Sie Pflanzen oder Badeartikel abstellen können.

In jedem Fall verlieren Sie etwas Grundfläche. Teuer wird es zudem im Reparaturfall. Denn die defekten Teile sind schwer erreichbar und somit auch umständlich auszutauschen. Hier sollten Sie stets auf einen Fachbetrieb zurückgreifen. 

Eine Luxus-Toilette mit integrierten Funktionen wie einer Po-Dusche, selbst öffnenden und schließenden Deckel, Licht oder Geruchsabsaugung kostet ab 2.000 Euro.  

Bei der Wahl der Toilette sollten Sie auch bedenken, ob es passende Toilettendeckel dafür gibt. Den die Toilette bleibt, unabhängig von der Art der Installation, meist mehrere Jahrzehnte bestehen. Aus hygienischen Gründen sollten Sie die Toilettenbrille jedoch alle 3 bis 5 Jahre austauschen. Günstige Modelle kosten ca. 20 Euro. Doch sind diese Standardmodelle auch passend für Ihre Wunschtoilette? Markenprodukte kosten oft mehr als 100 Euro. Eine teure wiederkehrende Anschaffung also. Daher sollten Sie sich vorab überlegen, ob sich ein ausgefallenes Design auf Dauer wirklich lohnt. 

Beleuchtung

Selbst in einem Tageslichtbad werden Sie nicht ohne Beleuchtung auskommen. Für das perfekte Wohlfühlambiente sollte es jedoch mehr als eine Lichtquelle geben. Die Deckenlampe sorgt für ein helles Bad, in dem man sich in Ruhe fertig machen kann. Für ein großes Bad bieten sich diverse Deckenspots an, die einzeln oder in Reihen eingeschaltet werden können. Somit haben Sie immer genau da Licht, wo Sie es gerade brauchen und sparen insgesamt etwas Energie. Eine Beleuchtung am Spiegel über dem Waschbecken bringt zusätzliches Licht zum Rasieren oder Schminken.  

Wenn Sie eine Badewanne planen, sollten Sie die Beleuchtung dimmbar machen. So erhöhen Sie den Entspannungsfaktor in Ihrem Wohlfühltempel. Auch in der Dusche sollten Sie mit einem Spot direkt darüber planen, insbesondere wenn sich die Dusche nicht am Fenster befindet.  

Je nachdem, welches Beleuchtungskonzept Sie wählen, können Sie unter 100 Euro oder auch 1.000 Euro ausgeben. Hier sind Ihr Anspruch und die Größe des Bades entscheidend 

beleuchteter Spiegel in einem rosa Bad

Rechenbeispiel

Die Vollsanierung eines Badezimmers in Standardqualität mit zehn Quadratmetern Grundfläche kostet zwischen 15.000 bis 20.000 Euro. Dabei kommt es selbstverständlich sehr auf den tatsächlichen Zustand des Bads und seiner Teile an, aber auch auf Ihre individuellen Wünsche. Die Daten in der folgenden Tabelle haben wir mithilfe unseres Kostenrechners für Badsanierungen ermittelt. 

Kosten berechnen

Sie möchten wissen, wie teuer Ihre Badsanierung wird? Mit unserem Kostenrechner können Sie diese selbst ermitteln. In nur wenigen Minuten erhalten Sie eine realistische Einschätzung der Kosten. Probieren Sie es hier aus: Kostenrechner.

Posten
Kosten (Material + Lohn)
Demontage und Entsorgung850 – 1.000 Euro
Elektroarbeiten630 – 670 Euro
Sanitärinstallation1.500 – 1.800 Euro
Fußbodenheizung1.850 – 2.240 Euro
Handtuchheizkörper580 – 660 Euro
Malerarbeiten (inkl. Trockenbau) 870 – 1.050 Euro
Fliesen (Boden und Spritzwasserbereiche) 2.300 – 2.900 Euro
Bodengleiche Dusche inkl. Armatur 4.650 – 5.550 Euro
Badewanne inkl. Armatur und Unterkonstruktion 930 – 990 Euro
Waschtisch inkl. Armatur 300 – 330 Euro
Toilette (wandhängend) und Spülkasten mit Vorwandinstallation 500 – 550 Euro
Badmöbel 800 – 950 Euro
Gesamtkosten15.760 – 18.690 Euro
Berechnen Sie die detaillierten Kosten Ihrer Badsanierung ganz einfach mit unserem Badkostenrechner.
Mit dem Badkostenrechner berechnen Sie die Kosten Ihrer Badsanierung

Kosten bei der Badsanierung sparen

Vor der Badsanierung steht die Bestandsaufnahme: Muss wirklich saniert werden, weil Dinge im Bad kaputt sind oder wünschen Sie sich nur eine optische Veränderung? Wenn Sie ein kleines Budget, aber ein Bad haben, das grundsätzlich in Ordnung ist, können Sie mit kleinen Maßnahmen schon viel erreichen. Neue Badmöbel bringen eine große optische Veränderung mit sich, ohne dass Sie das Bad als solches auseinandernehmen müssen. 

Preise vergleichen

Wenn Sie das Material für Ihr Bad selbst kaufen, informieren Sie sich vorab über die Preise im lokalen Handel sowie Online. Entscheiden Sie sich erst, wenn Sie mehrere Varianten gesehen und die Optionen abgewogen haben. Ihr Handwerker bekommt jedoch ggf. günstigere Preise im Fachhandel als Sie im Baumarkt. Zudem übernehmen Handwerker keine Gewährleistung für Fremdmaterial. 

Zeitlos schön

Verzichten Sie möglichst auf aktuelle Trends. Ein Bad in gedeckten Farben mit ruhigen Mustern wird optisch länger halten. Je weniger ausgefallenes Design, desto geringer die Kosten für die Sanierung. Außerdem können Sie hier gut mit auswechselbaren Eye-Catchern in Form von Badmöbeln und Dekorationen arbeiten.  

Professionelle Badplanung

Es klingt widersprüchlich, doch das Geld für eine professionelle Badplanung kann sich lohnen. Denn Experten kennen alle Tricks und Kniffe und können Ihnen so unnötige Ausgaben ersparen und kostengünstige Alternativen nennen. Ein Erstgespräch ist oft kostenlos. Die Beratungsleistung kostet dann, je nach Aufwand, zwischen 150 und 1.500 Euro. 

Alles aus einer Hand

Wenn Sie Elektrik, Fliesenleger-, Maler- und Sanitärarbeiten einzeln vergeben wollen, können Sie ggf. günstiger kommen. Doch bedenken Sie, dass Sie bei einem Generalunternehmer auch das Projektmanagement mitbezahlen. Dies müssen Sie bei der Einzelvergabe entweder selbst in die Hand nehmen oder wiederum einen Profi engagieren. Gewährleistungsansprüche sind zudem bei einem Auftragnehmer einfacher durchzusetzen. 

Es muss nicht teuer sein

Marmor und Gold sind teuer. Aber kaum jemand kann den Unterschied zwischen dem echten Material und einem Imitat auf den ersten Blick erkennen. Gerade bei Fliesen für Wände und Boden sowie bei weiteren Bodenbelägen gibt es inzwischen eine riesige Auswahl hochwertiger Dekore zu günstigen Preisen. 

Vorarbeiten leisten

Die Kosten für die Demontage eines kompletten Badezimmers kann je nach Angebot mehr als tausend Euro kosten. Dieses Geld können Sie sich durch Eigenleistung sparen. Für die Entsorgung der alten Fliesen und Einbauten können Sie mit 100 bis 300 Euro rechnen. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem lokalen Recyclinghof über die Kosten. 

Finanzierung der Badsanierung

Die Kosten einer Badsanierung können Sie entweder durch Eigenkapital, ein Bankkredit oder mithilfe einer Förderung finanzieren. Wenn Sie ausreichend Kapital angespart haben, sollte dies auch die bevorzugte Wahl sein. Denn hier sind Sie besonders flexibel und müssen keine langfristige Verpflichtung eingehen oder irgendwelche Nachweise vorlegen. 

Streben Sie für den Erwerb einer Immobilie ein Bankdarlehen an, sollten Sie bestenfalls die Kosten für die Badsanierung direkt mit einkalkulieren. Denn Sanierungskosten können im Gegensatz zu reinen Schönheitsreparaturen mitfinanziert werden. Sie können sich entscheiden, ob Sie die Sanierungskosten in die zu finanzierende Summe einrechnen oder diese als Eigenleistung einbringen. Beides hat gewisse Vorteile, die Sie für Ihren speziellen Fall durchrechnen lassen sollten. 

Die Badsanierung können Sie auch im Rahmen eines KfW-geförderten Kredits finanzieren. Diese Umbauten sind förderungsfähig: 

  • Veränderung der Raumaufteilung des Bads
  • Einbau einer bodengleichen Dusche mit Sitzmöglichkeit
  • Barrierefreie Sanitärobjekte
  • Mobiles Liftsystem

Da es sich um ein zinsgünstiges Darlehen handelt, sollten Sie dennoch im Vorfeld die zu zahlenden Zinsen den möglichen Einsparungen durch Eigenleistungen entgegenstellen.  

Kosten sparen bei der Badsanierung

Voraussetzungen

Der Antrag erfolgt vor dem Start der Baumaßnahmen. Alle Arbeiten müssen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Material, das selbstständig angeschafft wird, ist nicht förderungsfähig. 

Gut zu wissen

Handwerkerleistungen können Eigenheimbesitzer in Ihrer jährlichen Steuererklärung angeben und somit einen Teil der Sanierungskosten absetzen. So können Sie sich 20 Prozent von maximal 6.000 Euro im Jahr zurückholen. Das entspricht 1.200 Euro. 

Allerdings handelt es sich hier um den reinen Arbeitslohn. Kosten für Material oder Anfahrten können Sie daher nicht angeben. Dafür brauchen Sie eine Rechnung, die die Arbeitskosten eindeutig ausweist. Zudem müssen Sie die Zahlung der Rechnung durch Banküberweisung belegen. Barzahlungen werden auch mit einer Quittung nicht akzeptiert.  

Anstatt einer großen Sanierung im ganzen Haus kann es daher steuerlich Sinn machen, sich jedes Jahr um einen Schwerpunkt zu kümmern. So können Sie die Obergrenze am besten ausnutzen. Oder planen Sie Arbeiten über den Jahreswechsel. Bedenken Sie dabei allerdings, dass Sie dann einen Teil der Arbeiten bereits im alten Jahr abrechnen müssen. 

Geldscheine im Geldbeutel

Häufig gestellte Fragen

Bad sanieren, renovieren oder modernisieren?

Eine Badsanierung ist die umfassendste Maßnahme, bei der ein altes Bad komplett ausgebaut wird. Aus dem Rohbau heraus entsteht dann das neue Bad. Von der Badrenovierung ist die Rede, wenn nur Teile des Bads ausgetauscht werden, ohne die Fliesen abzuschlagen oder an der Bausubstanz zu arbeiten. Wer Nebenkosten sparen möchte, kann große Verbraucher wie Spülkästen, Armaturen oder Stromfresser im Rahmen einer Modernisierung austauschen.

Wie kann man im Bad sparen?

Wasser sparen im Bad funktioniert am besten mit sparsamen Armaturen für Dusche und Waschbecken. Besonders hohes Sparpotenzial bietet ein moderner Spülkasten mit Spartaste. Wer einen Warmwasserspeicher für die Warmwasseraufbereitung nutzt, sollte die Heizung auf die eigenen Gewohnheiten bzw. Zeiten einstellen, sodass nicht den ganzen Tag über Wasser erhitzt wird.

Was ist in den Kosten für die Badsanierung inbegriffen?

Die Kosten für eine Badsanierung hängen maßgeblich von dem Umfang der gewünschten Leistungen und den gewählten Materialien ab. In der Regel entfallen 40 Prozent auf das Material und 60 Prozent auf die Arbeitskosten. Eine Arbeitsstunde kostet zwischen 40 und 60 Euro.

Was kostet die Sanierung von einem 10 qm Bad?

Die Kosten für eine komplette Badsanierung in Standardqualität für zehn Quadratmeter Grundfläche betragen zwischen 15.000 bis 20.000 Euro. Dabei kommt es selbstverständlich auf den Zustand des Bads und seiner Teile an, aber auch auf Ihre individuellen Wünsche. 

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