Sanierungsplanung
Leicht gemacht

So geht’s: In 5 Schritten
Wohnungssanierungen einfach planen 

23.03.2021  Lesedauer: 12 Minuten

Bei Wohnungssanierungen gilt: erst planen, dann sanieren. Mit einer detaillierten Sanierungsplanung können Sie die Kosten und den Baufortschritt besser im Auge behalten. Denn Entscheidungen, die während den Bauarbeiten getroffen werden, können die Sanierung verzögern und viel Geld kosten. Manchmal verlangen Handwerker auch überhöhte Preise für Leistungen, die erst nach Baubeginn beauftragt werden. Um Geld und Zeit zu sparen, ist es also sinnvoll alle wichtigen Entscheidungen vor Baubeginn zu treffen. 

Die wichtigsten Fragen zur Sanierungsplanung

Ein Sanierungsplan ist ein detaillierter Plan, der alle Maßnahmen einer Sanierung zusammenfasst. Man kann ihn also als eine Art roter Faden für die Sanierungsarbeiten sehen. Ein übersichtlicher Plan ist von Vorteil, da alle Beteiligten von Beginn an die Sanierungsziele und Maßnahmen kennen. Gibt es während der Ausführung Fragen, kann der Sanierungsplan zur Hilfe gezogen werden. Deswegen ist es auch besonders wichtig, bei der Planung sehr präzise vorzugehen.

Auch für Handwerker ist ein ausführlicher Sanierungsplan von Vorteil. Denn sind die Handwerker bereits vor Baubeginn über alle anfallenden Arbeiten informiert, können Budget und Deadlines besser eingehalten werden. Mit einem gut durchdachten Sanierungsplan sparen Sie Zeit und Geld und vermeiden Nachträge. Achten Sie also auf einen ausführlichen und klar strukturierten Plan, wenn Sie eine Sanierung planen. 

Diese Frage stellen sich alle, die eine Wohnung sanieren möchten. Sie sind Eigentümer, vermieten eine Wohnung und möchten die Böden erneuern? Sie arbeiten in einer Hausverwaltung und leerstehende Wohnung müssen saniert werden? Oder sind Sie ein Wohnungsunternehmen und möchten eine große Anzahl an Wohnungssanierungen durchführen?

Egal ob Sie nur einzelne Sanierungsmaßnahmen planen oder eine Kernsanierung beabsichtigen, eine gute Planung erleichtert den Sanierungsprozess erheblich. Deswegen empfehlen wir, die Sanierungsplanung so detailliert wie möglich zu gestalten. Achten Sie im Planungsprozess darauf, die Maßnahmen an den Sanierungszielen festzumachen. Fangen Sie frühzeitig an, Ihre Ideen und Zielvorstellungen zu sammeln. Haben Sie bereits klare Wünsche formuliert, fällt die Planung und Festlegung des Budgets deutlich leichter. 

Nun stellt sich die Frage, wie man eine Wohnungssanierung denn eigentlich plant. Egal ob Sie bereits Erfahrung mit Sanierungen haben oder nicht, wir verraten Ihnen wie Sie bei der Planung am besten vorgehen. Als Experten auf dem Gebiet Wohnraumsanierungen, haben wir die Sanierungsplanung in 5 Schritten übersichtlich zusammengefasst. Damit kein noch so kleines Detail bei der Planung untergeht, haben unsere Doozer Experten eine Anleitung zur Sanierungsplanung entwickelt. Diesen stellen wir Ihnen hier vor. Mit unserem Leitfaden können Sie Sanierungen einfach, schnell und unkompliziert planen. 

  1. Starten Sie mit der Bestandsaufnahme
  2. Definieren Sie die Ziele der Sanierung
  3. Bestimmen Sie das Budget aufgrund der Sanierungsziele
  4. Ziehen Sie Bausachverständige zur Rate
  5. Holen Sie die Freigabe nach dem 4-Augen-Prinzip ein

SanierungsplAnung in 5 Schritten

Mit diesen 5 Schritten ist die Sanierungsplanung transparent und effizient. Natürlich gilt es bei jedem der 5 Schritte sorgfältig vorzugehen. Denn der Plan ist der Grundstein für alle Sanierungsarbeiten. Schaffen Sie von Anfang an klare Strukturen und Ziele und informieren Sie alle Mitwirkenden darüber. Legen Sie fest, welche Schritte bis wann fertiggestellt sein müssen. Ein Plan dient nicht nur als roter Faden für ihre Wohnungssanierung, sondern sorgt auch für eine klare Kommunikationsstruktur. Worauf Sie bei den einzelnen Schritten achten müssen, erklären wir jetzt im Detail. 

Schritt 1: Bestandsaufnahme

Verschaffen Sie sich als erstes einen Überblick über den Ist-Zustand der Wohnung. Am besten begehen Sie die Wohnung selbst, um den aktuellen Zustand der Wohnung zu ermitteln. Bitten Sie, wenn möglich, eine zweite Person dazu. Denn eine neutrale Person nimmt andere Dinge wahr als Sie selbst. Mit dem Vier-Augen-Prinzip können Sie sicherstellen, dass kein Detail übersehen wird. Notieren Sie dabei alle Kleinigkeiten. Besonders als Vermieter ist es wichtig, Schäden oder Mängel genau zu dokumentieren. Deswegen erfolgt die Bestandsaufnahme im Idealfall schriftlich und mit Bildern. Dazu brauchen Sie kein teures Equipment, Notizen mit Fotos am Handy reichen aus. Wenn Sie Fotos machen, ist es wichtig die Bilder aussagekräftig zu benennen. Stellen Sie sicher, dass Sie jedes Bild einem Raum oder einem Makel eindeutig zuordnen können.  

Wie wichtig eine genaue Bestandsaufnahme ist, wird oft unterschätzt. Aber als Ausgangspunkt für eine Sanierung gilt: je genauer, desto besser. Denn erst Sie sich einen ausführlichen Eindruck über den aktuellen Zustand der Wohnung verschafft haben, können Sie über die Sanierungsmaßnahmen entscheiden. 

Schritt 2: Ziele definieren

Im nächsten Schritt legen Sie das das Zielbild der Sanierung fest. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn alle weiteren Entscheidungen richten sich nach dem Sanierungsziel. Bleiben Sie realistisch und wägen Sie den Umfang der Maßnahmen ab. Wir empfehlen die Ziele mithilfe von zwei Fragen zu erarbeiten.   

  • Wie aufwendig möchte ich sanieren?  
  • Wie hochwertig möchte ich sanieren?  

Maßgebend ist hier der Umfang der Sanierungsarbeiten. Bei einer Kernsanierung werden Böden neu verlegt, Wände versetzt oder neue Fenster eingebaut. Wird eine Wohnung komplett saniert, ist der Aufwand also entsprechend groß. Manchmal reichen aber auch schon Malerarbeiten, um einer Wohnung neuen Glanz zu verleihen. Überlegen Sie genau, welche Arbeiten Sie beauftragen möchten. Wägen Sie außerdem ab, wie sinnvoll einzelne Leistungen sind. Haben Sie die Sanierungsziele klar definiert, können Sie als nächstes über die nötigen Maßnahmen entscheiden. Wählen Sie Leistungen und Produkte bereits frühzeitig aus. So können Sie Nachträge vermeiden, denn diese sind oft teuer und zeitraubend. Mit einer ausführlichen Planung sparen Sie also nicht nur Zeit, sondern auch Geld. 

Schritt 3: Vermietungsziele und Budget festlegen

Wieviel eine Sanierung kostet hängt von vielen Faktoren ab. Es ist also sinnvoll sich zu fragen: Was möchte ich mit der Sanierung erreichen? Denken Sie in diesem Schritt nicht nur an Ihre eignen Wünsche, sondern auch an den Wohnungsmarkt. Möchten Sie den Quadratmeterpreis möglichst geringhalten? In diesem Fall können Sie bei den Materialkosten sparen. Evaluieren Sie nochmal die Sanierungsmaßnahmen: Sind neue Badfließen wirklich nötig? Oder streben Sie das Gegenteil an und möchten die Mieteinnahmen maximieren? Dann lohnt sich eine Investition in hochwertigere Materialien. Sie geben zwar für die Sanierung jetzt mehr Geld aus, steigern die Erträge aber langfristig.  

Welche Sanierungsarbeiten nötig sind, hängt also direkt von den Vermietungszielen ab. Diese Entscheidungen sind ausschlaggebend für das Budget. Überlegen Sie sich genau, was Sie mit der Sanierung erreichen möchten. Wieviel eine Sanierung im Durschnitt kostet? Diese Frage beantwortet Ihnen unsere Sanierungskostenstudie

Schritt 4: Sachverständige konsultieren

Egal ob Altbau oder Neubau, jede Sanierung birgt Tücken. Beim Altbau ist die Isolierung nicht mehr zeitgerecht oder im schlimmsten Fall wurden noch asbesthaltige Materialien verbaut. Auch bei Neubauten können Sie auch unerwünschte Überraschungen treffen. Ziehen Sie deswegen Sachverständige in die Sanierungsplanung mit ein. Besonders bei technisch komplexen Wohnungssanierungen ist die Unterstützung durch Bausachverständige sinnvoll. Denn Bauingenieure oder Ingenieurbüros können Sie mit Fachwissen unterstützten und so Probleme vorbeugen. Oft wird dieser Schritt als unnötig empfunden und übersprungen. Denken Sie aber daran: Nachträge sind teuer! Treten Probleme auf, wenn die Sanierung schon in vollem Gange ist, verlangen Handwerker oft mehr für den zusätzlichen Aufwand. Vermeiden Sie diesen Fehler und ziehen Sie Bausachverständige zu Rat. Mit der Hilfe von Experten können Sie potenzielle Probleme direkt in der Planungsphase identifizieren und lösen. 

Schritt 5: Auftrag freigeben

Sind alle Entscheidungen getroffen, steht im letzten Schritt die Auftragsfreigabe an. Fehler und Ungereimtheiten im Sanierungsplan sollten spätestens jetzt auffallen und behoben werden. Wir empfehlen darum eine Auftragsfreigabe nach Budget und Vieraugenprinzip. Ein zweites Paar Augen schadet nie, denn doppelt hält bekanntlich besser. Eine zweite Person kann überprüfen, ob Leistungen sinnvoll sind oder das Budget unnötig strapazieren. So stellen Sie sicher, dass das die Sanierungsarbeiten im Rahmen des Budgets bleiben und der Auftrag vollständig ist.

Der nächste Schritt

Kaum ist die Sanierungsplanung abgeschlossen und kommt die nächste Frage auf: Wie finde ich einen guten Handwerker? Heutzutage sind qualifizierte Handwerke ein rares Gut. Dementsprechend schwer ist es, ein gutes Handwerksunternehmen zu finden. Bevor Sie einen Auftrag vergeben, ist ein Angebotsvergleich essenziell. Allerdings kann man Angebote nur schlecht vergleichen, da jeder Handwerker Leistungen unterschiedlich bepreist. Im nächsten Beitrag erklären wir deshalb, wie Sie unterschiedliche Angebote einholen und vergleichen. Weitere Informationen rund um das Thema Wohnungssanierung finden Sie auf Doozer.de! 

Doozer Real Estate Systems GmbH Wohnungssanierung, Komplettsanierung, Teilsanierung, Sanierungsberatung hat 4,75 von 5 Sternen 96 Bewertungen auf ProvenExpert.com