#4 Vier Fakten zum Mietendeckel

Was Sie über den Mietendeckel wissen sollten!

#4 Vier Dinge, die sie über den mietendeckel wissen müssen

Die einen halten die Berliner Bremse für eine gescheiterte Idee und andere sehen in dem Deckel eine Notwendigkeit, die den Mietenwahnsinn stoppen soll. Das Thema wird heiß diskutiert, die Fronten sind verhärtet und es gibt zudem noch viel Klärungsbedarf. Wen betrifft die Mietbremse überhaupt? Kann sie tatsächlich Mietwucher bekämpfen und was passiert mit Vermietern, die in finanzielle Notlagen geraten?

1. der mietendeckel – kurz erklärt

Der Mietendeckel wurde von der rot-rot-grünen Berliner Landesregierung beschlossen und trifft rund 1,5 Millionen Berliner Bestandswohnungen. Das Gesetz tritt am 23. Februar 2020 rückwirkend zum Stichtag 18. Juni 2019 in Kraft. Alle Nettokaltmieten dis bis zu diesem Stichtag galten dürfen für fünf Jahre lang nicht mehr vom Vermieter angehoben werden. In der Nettokaltmieten sind ebenfalls alle Zuschläge wie für Mobiliar und Ausstattung erfasst. Eine im Voraus geplante und mit dem Mieter vereinbarte Mieterhöhung oder eine an einen Preisindex gekoppelte Erhöhung ist somit unzulässig. Wer sich nicht an das Gesetz hält, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen. Maximal werden 500.000 Euro fällig.

2. diese wohnungen sind vom mietendeckel betroffen

Das neue Gesetz betrifft Bestandswohnungen die vor 2014 gebaut wurden- hierzu zählen in der Hauptstadt rund 1,5 Millionen Wohnungen. Bestände des öffentlich geförderten Wohnungsbaus, wie zum Beispiel Sozialbauwohnungen oder Institutionen der Wohlfahrt, die vor allem Pflegewohnungen betreiben, bleiben  hiervon ausgenommen. Komplett sanierte Wohnungen die zuvor unbewohnbar waren und erstmalig seit dem 01. Januar 2014 bezugsfertig gewesen sind, gelten als Neubau und fallen ebenfalls nicht in den Geltungsbereich dieses Gesetzes.

3. Das passiert bei einem umzug

Neue Mieter zahlen dank der Mietpreisbremse nicht mehr als ihre Vormieter. Der Mietendeckel beinhaltet in seiner Gesetzgebung auch Mietobergrenzen die nicht überschritten werden dürfen. Diese gelten insbesondere für Wohnungen die entweder ganz neu oder wieder vermietet werden. Als Grundlage für die Obergrenzen gilt nicht etwa die Lage der Wohnung, sondern das jeweilige Baujahr. Beispielsweise darf eine Wohnung mit Baujahr 2003 bis 2013 nur noch maximal €9,80 pro Quadratmeter kosten. Verfügt die Wohnung jedoch über eine besondere Ausstattung, wie eine moderne Einbauküche oder ein hochwertiges Bad, kann sich die Obergrenze jeweils um einen Euro erhöhen.

4. Der Mietendeckel und finanzielle Notlagen von Vermietern

Der Mietendeckel kann zu finanziellen Einbußen für den Vermieter führen – das ist klar. Die Frage ist jedoch, was passiert, wenn Vermieter dadurch in Schieflagen geraten. Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat diesen Fall berücksichtigt und eine Härtefallreglung eingeplant. Diese greift zum Beispiel wenn die laufenden Kosten die Mieteinnahmen übersteigen. In solchen Fällen kann die Investitionsbank Berlin den Eigentümern gestatten, die Miete zu erhöhen. Solche Ausnahmen werden im Einzelfall beschlossen und sind an strikte Bedingungen gebunden. Der Vermieter darf seine finanzielle Notlage beispielsweise nicht selbst verschuldet haben. Wer sich verspekuliert und mit einer höheren Wertsteigerung gerechnet hat, darf seine Miete nicht erhöhen. Wenn die Finanzierung die marktüblichen Preise überschritten hat, gibt es ebenfalls keine Chance auf eine Erhöhung. Setzen Sie als Vermieter bei anfallenden Arbeiten darum auf effiziente Lösungen wie Doozer, um erst gar nicht in Schieflage zu geraten!

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